Die Villa im Wandel der Generationen 1902 bis 1915

Mit nur 16 Jahren wurde Bertha beim frühen Tod ihres Vaters 1902 Erbin des Weltunternehmens. Sie heiratete vier Jahre später Gustav von Bohlen und Halbach und übernahm als Hausherrin die Villa Hügel. Mit ihren sieben Kindern brachte die junge Familie neues Leben in die Villa, hatte aber auch veränderte Ansprüche an Nutzung und Ausgestaltung. Das Unternehmen warf zu der Zeit beste Gewinne ab, so dass Bertha und Gustav Krupp von Bohlen und Halbach die bislang umfassendsten Umbauten in Auftrag geben konnten. Die Hofarchitekten Kaiser Wilhelms II., namhafte Kunsthistoriker und nur die besten Handwerksfirmen wurden zu Beratung, Planung und Ausführung der Arbeiten herangezogen. Bis in das Kriegsjahr 1915 entstanden u. a. die überdachten Vorfahrten, die aufwändige Innengestaltung der unteren und oberen Halle sowie eine Gemäldegalerie. Zwei große neue Serien ergänzten die vorhandene Sammlung von Wandteppichen.