Vom Wohnhaus zum Ort der Kultur

Bis 1945 diente die Villa Hügel der Familie Krupp als Wohnhaus und Repräsentationsgebäude. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte sie gemäß dem Willen der Erben zu einem „kulturellen Mittelpunkt und Ausstrahlungsort für die Stadt Essen, ihre Umgebung sowie für das ganze Ruhrgebiet werden”. In diesem Sinne fanden zahlreiche Ausstellungen und Kongresse statt.

Im Mai 1953 öffnete die Villa Hügel erstmals ihre Tore für die Öffentlichkeit und zeigte die Ausstellung „Kunstwerke aus Kirchen-, Museums- und Privatbesitz – Der Essener Münsterschatz”. Eine neue Ära begann. Mehr als 400.000 Besucher kamen „zum Hügel” und sahen die große Kunstschau.

1954 wurde der gemeinnützige Villa Hügel e.V. gegründet. Er hatte den Satzungszweck, die Villa Hügel zu einem „über die örtlichen Grenzen von Essen hinausgehenden Kulturzentrum des Ruhrgebiets zu gestalten“ und wurde bis 1985 zum Veranstalter der berühmt gewordenen Kunstausstellungen in der Villa Hügel.

Im Jahr 1984 gründete Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz, bis zu seinem Tod 2013 Kuratoriumsvorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Kulturstiftung Ruhr. Als geschäftsführenden Vorstand berief er den langjährigen Direktor des Essener Museum Folkwang, Prof. Dr. Paul Vogt, der das Amt bis 2010 inne hatte.

Für ihre großen, internationalen Ausstellungen wählt die Kulturstiftung Ruhr kunst- und kulturhistorische Themen.