Archiv für das Jahr: 2014

Wirtschaft! Wunder! Krupp in der Fotografie 1949-1967

Ausstellung in vier Räumen der Villa Hügel, Essen
Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Essen, 3. Juli 2014. – Was war das für eine Zeit? Rauchende Schlote lösten Glücksgefühle aus. Stahlkocher vor glühendem Erz wurden als Helden inszeniert. Blümchenkleid und Petticoat, Fernseher und VW-Käfer gehörten zu den Symbolen eines neuen Lebensgefühls im Nachkriegsdeutschland. Die Fotografie der 1950er-/1960er-Jahre vermittelt Aufbruch und Zuversicht. Aber es gibt auch eine andere Seite: Bilder, die unglaubliche Zerstörungen in Städten und Unternehmen dokumentieren. Vom 5. Juli 2014 bis zum 23. November 2014 zeigt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die Ausstellung Wirtschaft! Wunder! Krupp in der Fotografie 1949-1967. Zu sehen sind 114 Bilder und einige Objekte in vier Räumen der Villa Hügel, Essen. Der größte Teil dieser Fotografien wurde noch nie ausgestellt, und sie stammen aus dem reichen eigenen Bestand des Historischen Archivs Krupp. Rund 300.000 Aufnahmen der 1950er- und 1960er-Jahre stellen hier einen bislang kaum bekannten Schatz dar und sind eine wichtige historische Quelle.

Zerstörung und Wiederaufbau
Die Zeit des sogenannten Wirtschaftswunders war widersprüchlich: Wachstum und Wohlstand standen enormen Kriegsschäden und schmerzhafter politischer Aufarbeitung gegenüber. Ein Spannungsfeld, auch und besonders für die Firma Krupp. Nach dem Krieg waren rund siebzig Prozent des Kruppschen Industriebesitzes vernichtet und nicht nur das – der Image-Schaden durch das Verhalten im Nationalsozialismus war immens. Doch schon in den frühen 1950er-Jahren wurde Krupp wieder als Aushängeschild der deutschen Wirtschaft wahrgenommen. „Krupp Rises From War’s Ruins“ titelte Newsweek, und Fortune beschrieb das „Comeback of the House of Krupp“. Es war nicht zuletzt die Macht der Bilder, die die Botschaft vom Aufstieg aus Ruinen in alle Welt trug.

Fotografische Experimente
In den Wirtschaftswunderjahren waren neben den Werksfotografen zum ersten Mal renommierte Reportagefotografen bei Krupp zu Gast. Zu ihnen gehörten der Magnum-Fotograf Erich Lessing und international anerkannte Größen wie Rene Burri, Fritz Henle, Robert Lebeck, Hilmar Pabel oder Albert Renger-Patzsch, die eine neue Bildsprache prägten. Sie experimentierten mit ungewöhnlichen Einstellungen, schwarz-weiß und auch in Farbe. Die Aufnahmen zeigen die Produktion, Werkssiedlungen, Messen, ausländischen Besuch und nicht zuletzt den Menschen, vom Lehrling bis zum Chef. Sie vermitteln die Aufbruchstimmung jener Zeit, in der ein neues Bild des alten Unternehmens entstand.

Eine Zeitreise
Die Fotografien dieser Zeit dokumentieren ein neues Freizeit- und Konsumverhalten, Modernität und Aufgeschlossenheit für Neuerungen und Veränderungen. Sie werfen Schlaglichter auf die rasanten gesellschaftlichen Veränderungen, den Strukturwandel der Arbeit oder neuer Produktionsfelder.

Die Ausstellung
Die Kuratoren Manuela Fellner-Feldhaus, Ute Kleinmann und Ralf Stremmel haben die Ausstellung in vier Abteilungen gegliedert. Sie behandeln die Zeit des Wiederaufbaus und der Zerstörung, zeigen exemplarisch Arbeiten externer „Fotojournalisten im Werk“, werfen unter dem Titel „Neues Sehen“ ein Schlaglicht auf die Bildsprache dieser Zeit und schließen mit dem Thema „Menschen am Arbeitsplatz“. Auf einer Ausstellungsfläche von ca. 250 m² sind 114 Fotografien und außerdem Objekte wie zeitgenössische Illustrierte und Fotobände zu sehen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 50 ganzseitigen Fotografien im Klartext-Verlag, Essen.
Wirtschaft! Wunder! Krupp in der Fotografie 1949–1967
96 Seiten, Broschur, 12,95 €
Hrsg. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
ISBN: 978-3-8375-1221-2

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.villahuegel.de/de/ausstellungen/aktuell
Pressefotos zum Download unter: www.villahuegel.de/de/presse/pressebilder

Wirtschaft! Wunder! Krupp in der Fotografie 1949 – 1967

Foto-Ausstellung in vier Räumen der Villa Hügel, Essen
Laufzeit: 5. Juli bis 23. November 2014
zur Originalpräsentation

Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Essen, 12. Mai 2014. – Diesellok und Automobil, Konsum-Anstalt und smarte Konzernlenker, stolze Arbeiter und das “Fräuleinwunder”: Fotografien der 1950/60er-Jahre vermitteln Aufbruch und Zuversicht – ein neues Lebensgefühl im Nachkriegsdeutschland. Unter dem Titel Wirtschaft! Wunder! Krupp in der Fotografie 1949 – 1967 zeigt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vom 5. Juli bis 23. November 2014 rund 150 Bilder und Objekte dieser Zeit in vier Räumen der Villa Hügel, Essen.

Nach Zerstörung und Demontage ereignete sich ein “Kruppsches Wunder”. In den frühen 1950er-Jahren wurde die Firma Krupp wieder zum Aushängeschild der deutschen Wirtschaft. Spektakuläre Produkte wie die stählerne Tauchkugel für die Tiefseeforschung oder prominente Gäste wie Äthiopiens Kaiser Haile Selassie und Thailands schöne Königin Sirikit sorgten für Aufsehen und weltweite Berichterstattung. Auch Alfried Krupp und Berthold Beitz standen schnell im Fokus der Medien.

“Krupp Rises From War’s Ruins” titelte Newsweek, und Fortune beschrieb das “Comeback of the House of Krupp”. Eine Firmenbroschüre formulierte es schlichter: “Aufbau im Chaos”.

Viele der Fotografien dieser Zeit zeigen ein neues Freizeit- und Konsumverhalten, Modernität und Aufgeschlossenheit für Veränderungen. Sie werfen Schlaglichter auf die rasanten gesellschaftlichen Umbrüche, den Strukturwandel der Arbeit oder innovative Produktion.

Fotografische Zeitreise mit Werken von Burri, Lessing, Lebeck u.a.

Herausragende Reportagefotografen der damaligen Zeit besuchten die Krupp-Werke – unter ihnen René Burri, Fritz Henle, Robert Lebeck, Erich Lessing und Albert Renger-Patzsch. Sie experimentierten mit ungewöhnlichen Einstellungen, schwarz-weiß und auch in Farbe. Die Aufnahmen zeigen die Produktion, Werkssiedlungen, Messen und ausländischen Besuch, nicht zuletzt auch den Menschen, vom Lehrling bis zum Chef. Sie vermitteln die Aufbruchstimmung jener Zeit, in der ein neues Bild des alten Unternehmens entstand.

Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-16

Zur Ausstellung erscheint im Klartext-Verlag ein Katalog mit 96 Seiten.

Faszination Industrie – Krupp und der Maler Heinrich Kley – Ausstellung schließt am 27. April 2014

Ausstellung in der Villa Hügel Essen schließt am 27. April 2014
Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Essen, 10. April 2014 . – Noch bis zum 27. April 2014 ist in der Villa Hügel die Ausstellung “Faszination Industrie – Krupp und der Maler Heinrich Kley“ zu sehen. Nur noch wenige Tage bietet sich die Möglichkeit, ausgewählte Werke eines höchst renommierten Künstlers des frühen 20. Jahrhunderts zu besichtigen. Das großformatige Ölgemälde “Tiegelstahlguss bei Krupp” galt lange als verschollen und wird erstmals wieder öffentlich gezeigt.

Geboren 1863, kam Heinrich Kley 1901 ins Ruhrgebiet und widmete sich im Auftrag der Firma Krupp der Darstellung des Industrielebens. Gleichzeitig war Kley zu Lebzeiten einer der gefragtesten satirischen Zeichner Deutschlands, dessen Arbeiten den amerikanischen Zeichentrickfilmproduzenten Walt Disney nachhaltig inspirierten.

Die Villa Hügel ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Diese Öffnungszeiten gelten ebenfalls am gesamten Osterwochenende (Karfreitag, 18. April bis Ostermontag, 21. April).

Text und Fotos zum Download unter: www.villahuegel.de, Presse