Archiv für das Jahr: 2011

Mehr als 145.000 Besucher sahen “Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten”

AUSSTELLUNG IN DER VILLA HÜGEL ESSEN ÜBERTRAF ALLE ERWARTUNGEN:

Mehr als 145.000 Besucher sahen “Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten”

Essen. Sechs Monate lang zeigte die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung rund 400 fotografische Schätze aus zwei Jahrhunderten. Die facettenreiche Entdeckungsreise in die Geschichte von Krupp und der Fotografie war ein großer Publikumserfolg. Mehr als 145.000 Menschen besuchten die Ausstellung (16.06.-11.12.2011) in der Villa Hügel, dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Krupp in Essen. “Mit einem solchen Interesse hatten wir nicht gerechnet”, kommentiert Prof. Dr. Ralf Stremmel, Leiter des Historischen Archivs Krupp und Kurator, das erfreuliche Ergebnis. “Besucherzahlen in dieser Höhe sind für Fotografie-Ausstellungen höchst ungewöhnlich.”

Fast 900 Gruppen aus ganz Deutschland ließen sich durch die 15 Ausstellungsräume führen und mehr als 8.800 Besucher nutzten den Audio-Guide. Gut besucht waren auch die vier Vortragsveranstaltungen des Rahmenprogramms. Sie beschäftigten sich mit der Faszination von Familienporträts, mit der frühen fototechnischen Praxis, der Inszenierung der Fabrik in der Fotografie und den Industrie-Erfahrungen des renommierten Fotokünstlers Timm Rautert.

Mit der Fotografie-Ausstellung geht auch das Jubiläumsjahr “200 Jahre Krupp” zu Ende. Friedrich Krupp (1787-1826) hatte am 20. November 1811 in Essen eine Gussstahlfabrik gegründet, aus der sich schließlich ein Weltkonzern entwickelte.

Weitere Informationen und Fotos zum Download unter: www.villahuegel.de, Presse

Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

11.12.2011

Die Fotoausstellung in der Villa Hügel Essen geht zu Ende

BILDER VON KRUPP NUR NOCH BIS ZUM 11. DEZEMBER ZU SEHEN!

Essen. Nur noch bis zum 11. Dezember 2011 ist die große Sonderausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ in der Villa Hügel Essen zu sehen. Gezeigt werden einzigartige Bilder aus der Firmen- und Familiengeschichte von Krupp. Mit rund 400 Fotos und Objekten schlägt die Ausstellung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung einen Bogen von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen Fotokunst. Die Bilder zeigen auf beeindruckende Weise, wie Fotografie Wirklichkeit einfing, aber auch konstruierte. Sie geben Einblicke in den Wandel der Technik, erzählen von den Veränderungen der Arbeitsplätze, vom großbürgerlichen Selbstverständnis der Familie und der privaten Freude am Fotografieren.

Das Historische Archiv Krupp öffnete für diese besondere Präsentation erstmals seine fotografischen Schatzkammern, in denen rund zwei Millionen Aufnahmen aufbewahrt werden. Viele der Exponate wurden eigens für die Ausstellung aufwändig restauriert und konserviert. Es gibt wohl weltweit keine vergleichbare Sammlung, denn Alfred Krupp gehörte zu den Pionieren des neuen Mediums und setzte es schon Mitte des 19. Jahrhunderts zielsicher ein: angefangen von der Dokumentation über die wissenschaftliche Forschung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und zum Vergnügen.

Achtung: Am letzten Ausstellungstag, Sonntag, 11. Dezember, muss die Ausstellung wegen einer anderen Veranstaltung bereits um 14.30 Uhr schließen!
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19

08.11.2011

4. Veranstaltung des Begleitprogrammes: Industrie – Erfahrung eines Fotografen

Industrie – Erfahrung eines Fotografen
Fotograf Timm Rautert zu Gast in der Villa Hügel Essen
Die beeindruckenden Bilder von Timm Rautert bewegen sich zwischen angewandter und künstlerischer Fotografie. Sie beschäftigen sich oft mit sozialen Themen wie der veränderten Arbeitswelt, der Bedeutung von Arbeit oder der Stellung des Menschen in einer immer komplexeren Welt. Seit den 1970er-Jahren widmete sich der Fotograf auch dem Thema Krupp. Anfang der 1990er Jahre hat Rautert auf eindringliche Weise den Alltag im Alfried Krupp Krankenhaus dokumentiert. Einige seiner Aufnahmen sind zurzeit in der Ausstellung “Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten” (18.06. bis 11.12.2011) in der Villa Hügel Essen zu sehen.

Am Dienstag, dem 8. November 2011, ist Timm Rautert dort mit seinem Vortrag “Industrie – Erfahrung eines Fotografen” zu Gast.

Er wurde bekannt mit Bildreportagen im ZEITmagazin und fotografierte für Industrieunternehmen aller Branchen. Meist dokumentierte er das Gesehene in Bildserien. Sie sind bemerkenswerte Studien, die den Betrachter zur Selbstreflexion und Infragestellung der eigenen Wahrnehmung anregen.

Timm Rautert studierte an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen, arbeitete seit 1970 bildjournalistisch und war von 1993 bis 2008 Professor für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Als erster Fotograf erhielt er 2008 den Lovis-Corinth-Preis für sein Lebenswerk. Die Auszeichnung wird in der Regel für hervorragende Leistungen in den Bereichen Malerei, Grafik oder Plastik vergeben.

8. November 2011, 19 Uhr, Großes Haus der Villa Hügel Essen
Begleitprogramm zur Ausstellung “Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten”

Industrie – Erfahrung eines Fotografen
Referent: Prof. em. Timm Rautert, Fotograf und Professor für Fotografie

Der Eintritt ist frei.
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

08.11.2011

100.000ste Besucherin bei Fotoausstellung in der Villa Hügel Essen

Zwischenbilanz auf Villa Hügel:
Bereits 75.000 Besucher sahen die Bilder von Krupp
Essen.Das Interesse an den fotografischen „Zeitzeugen“ aus dem Schatz des Historischen Archivs Krupp ist groß. Rund 75.000 Besucher sahen seit der Eröffnung am 18. Juni die Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ in der Villa Hügel Essen.

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts nutzte Firmenchef Alfred Krupp das junge Medium, um sich auf dem Markt zu präsentieren und die Entwicklung seines Unternehmens festzuhalten. Mit großem Aufwand ließ er die heute legendären Produkte in Szene setzen, gab als einer der ersten Panoramabilder von enormer Größe in Auftrag und zeigte sich selbst mit gekrönten Häuptern. Gleichzeitig ließ sich die Unternehmer-Familie vielfach und wirkungsvoll von den Fotoprofis der jeweiligen Zeit ablichten. Aber auch privat begeisterten sich die Krupps schon früh für das Fotografieren und hielten per Schnappschuss fest, wie die Familie ihre Freizeit verbrachte oder was sie auf Reisen unternahm.

Die Ausstellung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung schlägt in 18 aufwändig inszenierten Themenbereichen einen Bogen von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen Fotokunst. In der Essener Villa Hügel, dem ehemaligen Wohnhaus der Familie, sind fast 400 Bilder und Objekte zu sehen. Diese Entdeckungsreise in die Geschichte der Fotografie wird noch bis zum 11. Dezember gezeigt.

Öffnungszeiten: 18. Juni – 11. Dezember 2011, Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr
Informationen: Tel. 0201-616290, www.villahuegel.de
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

11.10.2011

3. Veranstaltung des Begleitprogrammes: Die Inszenierung von Industrie

Die Inszenierung von Industrie – Frühe Werksfotografie bei Krupp
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Dienstag, dem 4. Oktober 2011 geht es in der Villa Hügel Essen um die Inszenierungskunst der frühen Fotografen.

Alfred Krupp war einer der ersten, die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts den vielfältigen Nutzen des neuen Mediums erkannten. Schon in den 1860er-Jahren bestellte er hunderte Arbeiter an einem Sonntag in seine Gussstahlfabrik zum Fototermin. Der dauerte Stunden. Die Kameras waren zentnerschwer, die Belichtungszeiten minutenlang und niemand durfte sich bewegen. Industriefotografie war ausgeklügelte Inszenierung.

Seit der Frühzeit des Mediums prägen Bilder mit Symbolcharakter das Image der Firma. Nahtlose Radreifen für die Eisenbahnen des 19. Jahrhundert beispielsweise – sie wurden zum Markenzeichen des aufstrebenden Stahlunternehmens und zum Firmenlogo des Krupp-Konzerns. Mit großem Aufwand wurden dessen legendäre Produkte in Szene gesetzt. Weltweit einzigartig sind die Panoramabilder der gewaltigen Produktionsstätten.

Alfred Krupp setzte die neue Technik konsequent und in allen Bereichen des Unternehmens ein. Er beschäftigte Werksfotografen und gründete bereits 1861 seine „Photographische Anstalt“. Fotografie wurde zu einem wichtigen Instrument der Dokumentation, der Öffentlichkeitsarbeit und der wissenschaftlichen Forschung.

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ wird Dr. habil. Barbara Wolbring, vom Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Frankfurter Goethe-Universität, über die Bedeutung der Inszenierung in der frühen Werksfotografie sprechen. Die prominente Historikerin rückt dabei die Pionierleistungen des Unternehmens Krupp in einen internationalen Zusammenhang.

4. Oktober 2011, 19 Uhr, Großes Haus der Villa Hügel Essen
Begleitprogramm zur Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“

Die Inszenierung von Industrie – Frühe Werksfotografie bei KruppReferentin: Dr. Barbara Wolbring, Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Frankfurter Goethe-Universität.
Der Eintritt ist frei.
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

11.10.2011

Zwischenbilanz auf Villa Hügel

Zuspruch übertrifft alle Erwartungen:
100.000ste Besucherin bei Fotoausstellung in der Villa Hügel Essen
Essen.Am Dienstag, dem 11. Oktober, begrüßte die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in der Villa Hügel Essen den 100.000sten Besucher der aktuellen Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ (18.06.-11.12.2011). „Ein schöner und ein ungewöhnlicher Erfolg“, kommentiert Prof. Dr. Ralf Stremmel, Leiter des Historischen Archivs Krupp den großen Zuspruch. „Um so mehr, weil Fotografieausstellungen in der Regel erheblich weniger Menschen interessieren als klassische Kunst-Ausstellungen.“

In der Villa Hügel werden zur Zeit rund 400 Bilder und Objekte gezeigt, die einen Bogen schlagen von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen Fotokunst. Der Anlass für die Präsentation ist ein Jubiläum: Im Jahr 1811, also vor 200 Jahren, gründete Friedrich Krupp in Essen eine Gussstahlfabrik, die Keimzelle eines Weltkonzerns.

Von keinem Unternehmen, keiner Industriellenfamilie sind vermutlich so viele Bilder erhalten wie von Krupp. Die Sonderausstellung im ehemaligen Wohnhaus der Familie stellt einen repräsentativen Querschnitt des besonderen historischen Schatzes vor, den das Historische Archiv Krupp bewahrt: Es sind mehr als zwei Millionen Fotografien.

Sie zeigen, wie Wirklichkeit konstruiert und immer ein bestimmter Zweck verfolgt wird, angefangen von der Dokumentation über die wissenschaftliche Forschung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und zum Vergnügen. Zu sehen sind Bilder, die vom Wandel der Technik erzählen, von den Veränderungen der Arbeitsplätze, vom großbürgerlichen Selbstverständnis der Familie und der privaten Freude am Fotografieren.

Die Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ wird noch bis zum 11. Dezember 2011 gezeigt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

05.09.2011

2. Veranstaltung des Begleitprogramms: Fotografie im 19. Jahrhundert

Silber, Gold und Lampenschwarz – Fotografie im 19. Jahrhundert
Essen. Die Kunstfertigkeit der ersten Fotografen, ihr handwerkliches Geschick und ihr technisches Wissen sind im Zeitalter der Digitalisierung längst vergessen. Doch ein Blick in die Welt der Fotopioniere ist faszinierend – nicht nur für Hobbyfotografen. Dipl.-Ing. Klaus Pollmeier, Dozent für Fotografie an der Hochschule Anhalt und international anerkannter Fotorestaurator, gibt am Dienstag, dem 2. August, um 19.00 Uhr in der Villa Hügel Essen einen Einblick in die Welt der Fotografie im 19. Jahrhundert. Die Veranstaltung ist die zweite einer vierteiligen Reihe, die verschiedene Themen der Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ aufgreift und vertieft.

Unikate vom Fotografen
So genau, wollte man es gar nicht wissen: Als in den 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts Daguerreotypien in Mode kamen, waren die betuchten Kunden der Fotografen oft entsetzt über die Schärfe und Genauigkeit ihrer Konterfeis. Auf silberglänzendem Hintergrund zeigten ihre Portraits präzise, was Maler und Zeichner wohlwollend kaschiert hätten.
Noch dazu war die neue Technik schnell: Nach etwa einer halben Stunde waren die teuren Unikate hergestellt und gerahmt. Doch beim Entwickeln der versilberten Kupferplatten entstanden extrem giftige Quecksilberdämpfe und so wurden die eindrucksvollen Daguerreotypien schon in den 1850er Jahren von den Glasplattenbildern der Ambrotypien zurückgedrängt. Auch sie waren fotografische Unikate. Allerdings kam zeitgleich lichtempfindliches Papier in Mode. Vervielfältigung wurde möglich. Leider ließen Schärfe und Brillanz dieser ersten „Salzpapierabzüge“ zu wünschen übrig.
Egal welche Technik zum Einsatz kam, in der frühen Zeit der Fotografie war das Abbild der Welt schwarz-weiß. Nur Fotoateliers, die einen Kunstmaler mit Pastellkreide und Aquarellfarben nachhelfen ließen, konnten ihren Kunden mehr oder weniger naturgetreue Bilder offerieren.

2. Veranstaltung des Begleitprogramms zur Ausstellung
„Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ in der Villa Hügel Essen:

2. August 2011

Silber, Gold und Lampenschwarz: Fotografie im 19. Jahrhundert 

Referent: Dipl.-Ing. Klaus Pollmeier, Dozent für Fotografie an der Hochschule Anhalt Beginn 19 Uhr im Großen Haus der Villa Hügel Essen. Der Eintritt ist frei.

Bildinformation zum Anhang: Heinrich Fleischhauer: Alfred und Bertha Krupp, um 1875, © Historisches Archiv Krupp Abdruck honorarfrei im Rahmen der Berichterstattung über die aktuelle Ausstellung und das Begleitprogramm

Weitere Informationen und Fotos zum Download unter: www.villahuegel.de
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

29.07.2011

Rund 32.000 Ausstellungsbesucher in den ersten vier Wochen.

2011: Die Bilder von Krupp – Eine Erfolgsgeschichte seit 200 Jahren
Rund 32.000 Ausstellungsbesucher in den ersten vier Wochen

Essen.Andrang auf Hügel: Rund 32.000 Besucher sahen bereits in den ersten vier Wochen die Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ (18.06.-11.12.2011) in der Essener Villa Hügel. Seit der Frühzeit des Mediums prägen Fotos mit Symbolcharakter das Image von Krupp. Mit großem Aufwand setzte man legendäre Produkte in Szene, fertigte Panoramabilder von den gewaltigen Produktionsstätten an, zeigte den Firmenchef mit gekrönten Häuptern und die Familie demonstrierte großbürgerliches Selbstverständnis vor der Kamera. Die Ausstellung schlägt in 15 inhaltlich ausgerichteten Abteilungen den Bogen von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen Fotokunst. Mehr als 400 Bilder und Objekte laden im einstigen Wohnhaus der Familie Krupp zu einer Entdeckungsreise in die Geschichte der Fotografie ein. Sie spiegeln Unternehmens- und Familiengeschichte, werfen Streiflichter auf den industriellen Aufschwung und das Weltgeschehen und thematisieren den Einsatz, die Faszination und den Nutzen des Mediums.

Öffnungszeiten:
18. Juni – 11. Dezember 2011, Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr

Weitere Informationen und Fotos zum Download unter: www.villahuegel.de
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19

1. Veranstaltung des Begleitprogrammes: Die Faszination des eigenen Bildes

Die Faszination des eigenen Bildes
Essen. Meist sind sie nicht größer als eine geöffnete Hand, die Porträtfotos, die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Ihre Herstellung war aufwändig, die Belichtungszeiten stellten die Geduld und die Körperbeherrschung des Porträtierten auf die Probe. Zunächst blieben die faszinierenden neuen Bilder den Reichen vorbehalten, doch der erste Schritt zum Massenmedium war schon bald getan. Prof. Dr. Bodo von Dewitz, stellvertretender Direktor und Leiter der Fotografischen Sammlungen des Museum Ludwig in Köln, stellt am Dienstag, dem 5. Juli, „Das Medium für jede Gelegenheit – Porträtfotografie im 19. Jahrhundert“ in der Villa Hügel Essen vor. Die Veranstaltung ist der Auftakt einer vierteiligen Reihe, die verschiedene Themen der Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ aufgreift und vertieft.Sein und Schein im Visitenkartenformat

Rund drei Tagelöhne konnte der Besuch beim Fotografen in den 1850er-Jahren schon kosten. Doch wer es sich leisten konnte, fuhr gerne zum Fototermin in eine der großen Städte und erstand eine Daguerreotypie. Das eigene Konterfei auf einer versilberten Kupferplatte. Edel gerahmt, wie ein gemaltes Bildnis, erhielt das Unikat dann einen Ehrenplatz im heimischen Salon. Erst mit der Reproduzierbarkeit verließ das Porträtbild den Kreis der Familie. Aber bereits in den 1860er-Jahren kam das Visitenkartenfoto auf und erfreute sich schnell einer enormen Beliebtheit. War es zuerst ein Privileg der Herrschenden das eigene Porträt zu verschenken, so entwickelte sich jetzt ein reger Tauschhandel, die Sammelleidenschaft brach aus und wurde zu einer wahren „Kartomanie“. Es war die Geburtsstunde des Fotoalbums. Große Kunst war diese Massenware allerdings nicht. Wurde auf den Daguerreotypien noch versucht, die Charakteristika des Fotografierten herauszustellen, seinen sozialen Stand zu unterstreichen, so hielt nun die Standardisierung Einzug. Und im Fotostudio kamen auch kleine Leute ganz groß raus, wurde die Kleinbürgerin zur feinen Dame, der Kadett zum General.

1. Veranstaltung des Begleitprogramms zur Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ in der Villa Hügel Essen

5. Juli 2011:

Das Medium für jede Gelegenheit – Porträtfotografie im 19. Jahrhundert Referent: Prof. Dr. Bodo von Dewitz, stellvertretender Direktor und Leiter der Fotografischen Sammlungen des Museum Ludwig, Köln

Beginn 19 Uhr im Großen Haus der Villa Hügel Essen. Der Eintritt ist frei.
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19

05.07.2011

Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten

2011: Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten

18. Juni bis 11. Dezember 2011 in der Villa Hügel Essen.
Eine Ausstellung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Essen. Herr Krupp im Gehrock. Arbeiter vor glühendem Stahl. Die riesige Schmiedepresse im Einsatz. Das surreale Bild eines fliegenden Geschützwagens. Ernstblickende Direktoren beim Treffen auf Hügel. Bertha, die begehrteste Erbin im Kaiserreich im opulenten Abendkleid und der letzte Krupp auf Reisen. Fotografische Schätze aus zwei Jahrhunderten werden ab dem 18. Juni 2011 in der Villa Hügel Essen gezeigt. Im einstigen Wohnhaus der Familie Krupp ist damit erstmals eine Ausstellung zu sehen, die eng mit dem Ort selbst verbunden ist: „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“. Es ist eine Entdeckungsreise in die Geschichte der Fotografie mit mehr als 400 Aufnahmen und Objekten. Sie spiegeln Unternehmens- und Familiengeschichte, werfen Streiflichter auf industriellen Aufschwung und das Weltgeschehen. Aufwändige fotografische Inszenierungen und private Schnappschüsse ergänzen sich und dokumentieren eindrucksvoll die Macht der Bilder von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen Fotokunst.

“Vor 200 Jahren, am 20. November 1811, gründete Friedrich Krupp in Essen seine Gussstahlfabrik. Das ist ein guter Grund in diesem Jahr einen Blick zurück in die Geschichte zu werfen”, erklärt Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz, Kuratoriumsvorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. “Wir tun das, indem wir zum ersten Mal wertvolle Originale aus der fotografischen Sammlung des Historischen Archivs Krupp ausstellen. Es bewahrt mehr als zwei Millionen Fotografien auf. Von keinem Unternehmen, keiner Industriellenfamilie sind wohl so viele Bilder erhalten. Mit der Sonderausstellung stellen wir einen repräsentativen Querschnitt dieses besonderen historischen Schatzes vor.”

In 15 Räumen der Villa Hügel sind in aufwändig gestalteten Themenbereichen gewaltige Produktionsstätten und legendäre Produkte, Arbeiter und Direktoren, prominente Besucher und Sozialeinrichtungen, Familienporträts und Reisealben – Schnappschüsse und Inszenierungen zu sehen.

Die Bilder und ihre Geschichte(n) – Begleitprogramm

Ein Begleitprogramm, bestehend aus vier Vorträgen, greift die Hauptthemen der Ausstellung auf und vertieft sie. Die Referenten sprechen über Porträtfotografie und frühe Herstellungsverfahren, über die Inszenierung von Industrie und die Blickweisen eines Künstlers mit der Kamera. Die Veranstaltungen am 5. Juli, 2. August, 4. Oktober und 8. November beginnen jeweils um 19 Uhr im Großen Haus der Villa Hügel Essen. Der Eintritt ist frei.

Das Buch zur Ausstellung: Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten, 232 S. und rd. 200 Abb., Deutscher Kunstverlag, München/Berlin (ISBN 978-3-422-02308-6), 24,90 Euro

Öffnungszeiten: 18. Juni – 11. Dezember 2011, Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr

Eintrittspreise für die Villa Hügel inklusive Park, Historische Ausstellung Krupp und Fotografieausstellung: Erwachsene 3 €, Kinder (bis zum 14. Lebensjahr) frei, Schulkassen in Lehrerbegleitung ebenfalls frei.

Weitere Informationen: www.villahuegel.de

Die vollständige Pressemappe steht unter www.villahuegel.de, Presse, Pressemappe zum Download bereit.

Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, 0 201 61 62 9-16, presse@villahuegel.de