Wirtschaft! Wunder! Krupp in der Fotografie 1949 – 1967

Foto-Ausstellung in vier Räumen der Villa Hügel, Essen
Laufzeit: 5. Juli bis 23. November 2014
zur Originalpräsentation

Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Essen, 12. Mai 2014. – Diesellok und Automobil, Konsum-Anstalt und smarte Konzernlenker, stolze Arbeiter und das „Fräuleinwunder“: Fotografien der 1950/60er-Jahre vermitteln Aufbruch und Zuversicht – ein neues Lebensgefühl im Nachkriegsdeutschland. Unter dem Titel Wirtschaft! Wunder! Krupp in der Fotografie 1949 – 1967 zeigt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vom 5. Juli bis 23. November 2014 rund 150 Bilder und Objekte dieser Zeit in vier Räumen der Villa Hügel, Essen.

Nach Zerstörung und Demontage ereignete sich ein „Kruppsches Wunder“. In den frühen 1950er-Jahren wurde die Firma Krupp wieder zum Aushängeschild der deutschen Wirtschaft. Spektakuläre Produkte wie die stählerne Tauchkugel für die Tiefseeforschung oder prominente Gäste wie Äthiopiens Kaiser Haile Selassie und Thailands schöne Königin Sirikit sorgten für Aufsehen und weltweite Berichterstattung. Auch Alfried Krupp und Berthold Beitz standen schnell im Fokus der Medien.

„Krupp Rises From War’s Ruins“ titelte Newsweek, und Fortune beschrieb das „Comeback of the House of Krupp“. Eine Firmenbroschüre formulierte es schlichter: „Aufbau im Chaos“.

Viele der Fotografien dieser Zeit zeigen ein neues Freizeit- und Konsumverhalten, Modernität und Aufgeschlossenheit für Veränderungen. Sie werfen Schlaglichter auf die rasanten gesellschaftlichen Umbrüche, den Strukturwandel der Arbeit oder innovative Produktion.

Fotografische Zeitreise mit Werken von Burri, Lessing, Lebeck u.a.

Herausragende Reportagefotografen der damaligen Zeit besuchten die Krupp-Werke – unter ihnen René Burri, Fritz Henle, Robert Lebeck, Erich Lessing und Albert Renger-Patzsch. Sie experimentierten mit ungewöhnlichen Einstellungen, schwarz-weiß und auch in Farbe. Die Aufnahmen zeigen die Produktion, Werkssiedlungen, Messen und ausländischen Besuch, nicht zuletzt auch den Menschen, vom Lehrling bis zum Chef. Sie vermitteln die Aufbruchstimmung jener Zeit, in der ein neues Bild des alten Unternehmens entstand.

Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-16

Zur Ausstellung erscheint im Klartext-Verlag ein Katalog mit 96 Seiten.