„Im Hause Krupp“. Vierter Band der „Kleine Reihe Villa Hügel“

Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vom 20. Dezember 2016

Welche Aufgaben hatte eigentlich der Lampenwärter in Diensten der Familie Krupp? Wie arbeiteten und lebten die Kindermädchen, Kammerzofen, Gärtner, Stall­knechte, Chauffeure oder Feuerwehrleute, die vom auslaufenden 19. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in großer Zahl „auf dem Hügel“ bei der Familie Krupp in Lohn und Brot standen? Wer sich schon einmal diese und ähnliche Fragen zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen in der Villa Hügel gestellt hat, wird im vierten Band der „Kleinen Reihe Villa Hügel“ viele Antworten finden. Das reich bebilderte und 224 Seiten starke Buch trägt den Titel „Im Hause Krupp. Die Bediensteten der Villa Hügel“. 2002 war mit „Die Villa Hügel. Unter­nehmerwohnsitz im Wandel der Zeit“ der erste Titel der Reihe erschienen. 2005 folgte der zweite Band, „100 Jahre Historisches Archiv Krupp. Entwicklungen, Aufgaben, Bestände“, und im Herbst 2009 wurde mit „Der Park der Villa Hügel“ der dritte Band veröffentlicht. Die Buchreihe wird von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung herausgegeben.

Die beiden Autoren des Buches, der Historiker Stephen Pielhoff und die Journalistin Waltraud Murauer-Ziebach, konnten aus der reichhaltigen Überlieferung schöpfen, die im Historischen Archiv Krupp verwahrt und gepflegt wird. Zahllose Dokumente und Fotos berichten darüber, wie die Bediensteten der Familie Krupp in den rund 70 Jahren zwischen der Fertigstellung der Villa Hügel 1873 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges gelebt und zusammengelebt haben, wieviel sie verdienten, ob sie zufrieden waren oder Konflikte erlebten, wie sich die Beziehungen zur „Herrschaft“ gestalteten und wie sie im Vergleich mit anderen Angestellten und Arbeitern ihrer Zeit dastanden.

In ihrem Geleitwort schreibt Ursula Gather, die Kuratoriums­vorsitzende der Krupp-Stiftung: „‘Im Hause Krupp‘ ist eine der ersten Darstellungen, vielleicht die erste überhaupt, die über den Arbeitsalltag von Dienstboten in einem großbürgerlichen, äußerst vermögenden Unternehmerhaushalt vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts faktenreich und fachlich fundiert Auskunft gibt.“ Das Buch ist für interessierte Laien damit genauso interessant und aufschlussreich wie für Geschichts- und Sozialwissenschaftler, die daraus Anregungen zu weiterer Forschung ziehen können.

„Im Hause Krupp“ ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Besucher der Villa Hügel und des Parks können es auch an der Pforte der Villa Hügel erwerben.

Bibliografische Hinweise:

Stephen Pielhoff/Waltraud Murauer-Ziebach, „Im Hause Krupp. Die Bediensteten der Villa Hügel“. Herausgegeben in der „Kleinen Reihe Villa Hügel“ von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Deutscher Kunstverlag Berlin München, ISBN 978-3-422-02438-0; 224 Seiten, 216 Abbildungen; 12,90 €.

 

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stif­tung ist das Vermächtnis von Dr.-Ing. E. h. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, dem letzten persönlichen In­haber der Firma Fried. Krupp. Mit seinem Tod am 30. Juli 1967 und Dank des Erbverzichts seines Sohnes Arndt von Bohlen und Halbach ging sein Vermögen auf die Stiftung über.

Die Stiftung ist als Aktionärin mit rund 23 Prozent an der thyssenkrupp AG beteiligt. Sie hat insbesondere die Auf­gabe, die ihr aus ihrer Unternehmens­beteiligung zufließen­den Erträge für gemeinnützige Zwecke in den Bereichen Wissenschaft, Erziehung und Bildung, Gesundheitswesen, Sport und Kultur zu verwenden. Seit Aufnahme ihrer Tätigkeit im Jahre 1968 hat sie hierfür rund 643 Mio. € aufgewendet.