2. Veranstaltung des Begleitprogramms: Fotografie im 19. Jahrhundert

Silber, Gold und Lampenschwarz – Fotografie im 19. Jahrhundert
Essen. Die Kunstfertigkeit der ersten Fotografen, ihr handwerkliches Geschick und ihr technisches Wissen sind im Zeitalter der Digitalisierung längst vergessen. Doch ein Blick in die Welt der Fotopioniere ist faszinierend – nicht nur für Hobbyfotografen. Dipl.-Ing. Klaus Pollmeier, Dozent für Fotografie an der Hochschule Anhalt und international anerkannter Fotorestaurator, gibt am Dienstag, dem 2. August, um 19.00 Uhr in der Villa Hügel Essen einen Einblick in die Welt der Fotografie im 19. Jahrhundert. Die Veranstaltung ist die zweite einer vierteiligen Reihe, die verschiedene Themen der Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ aufgreift und vertieft.

Unikate vom Fotografen
So genau, wollte man es gar nicht wissen: Als in den 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts Daguerreotypien in Mode kamen, waren die betuchten Kunden der Fotografen oft entsetzt über die Schärfe und Genauigkeit ihrer Konterfeis. Auf silberglänzendem Hintergrund zeigten ihre Portraits präzise, was Maler und Zeichner wohlwollend kaschiert hätten.
Noch dazu war die neue Technik schnell: Nach etwa einer halben Stunde waren die teuren Unikate hergestellt und gerahmt. Doch beim Entwickeln der versilberten Kupferplatten entstanden extrem giftige Quecksilberdämpfe und so wurden die eindrucksvollen Daguerreotypien schon in den 1850er Jahren von den Glasplattenbildern der Ambrotypien zurückgedrängt. Auch sie waren fotografische Unikate. Allerdings kam zeitgleich lichtempfindliches Papier in Mode. Vervielfältigung wurde möglich. Leider ließen Schärfe und Brillanz dieser ersten „Salzpapierabzüge“ zu wünschen übrig.
Egal welche Technik zum Einsatz kam, in der frühen Zeit der Fotografie war das Abbild der Welt schwarz-weiß. Nur Fotoateliers, die einen Kunstmaler mit Pastellkreide und Aquarellfarben nachhelfen ließen, konnten ihren Kunden mehr oder weniger naturgetreue Bilder offerieren.

2. Veranstaltung des Begleitprogramms zur Ausstellung
„Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ in der Villa Hügel Essen:

2. August 2011

Silber, Gold und Lampenschwarz: Fotografie im 19. Jahrhundert 

Referent: Dipl.-Ing. Klaus Pollmeier, Dozent für Fotografie an der Hochschule Anhalt Beginn 19 Uhr im Großen Haus der Villa Hügel Essen. Der Eintritt ist frei.

Bildinformation zum Anhang: Heinrich Fleischhauer: Alfred und Bertha Krupp, um 1875, © Historisches Archiv Krupp Abdruck honorarfrei im Rahmen der Berichterstattung über die aktuelle Ausstellung und das Begleitprogramm

Weitere Informationen und Fotos zum Download unter: www.villahuegel.de
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

29.07.2011