Ausstellung „Humboldt dankt, Adenauer dementiert“ ist ein Publikumserfolg

Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Villa Hügel zählt mehr als 25.000 Besucher in den ersten drei Monaten

Essen, 27. Juni 2017. Die aktuelle Ausstellung in der Villa Hügel, Essen, Humboldt dankt, Adenauer dementiert. Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp, haben in den vergangenen drei Monaten bereits rund 25.000 Besucher/innen gesehen. Noch bis zum 8. Oktober 2017 geben 44 Dokumenten aus einem Zeitraum von fast 200 Jahren einen überraschenden Einblick in Politisches und Alltägliches und spiegeln den Wandel der Kulturtechnik des Schreibens wider. Wie auf Lesepulten präsentiert, laden die handgeschriebenen oder eigenhändig unterschriebenen Schriftstücke zu einer Zeitreise ein. Ihre Themen sind Industrialisierung und soziale Frage, Kalter Krieg und wissenschaftlicher Fortschritt, Entdeckungen, Erfindungen und nicht zuletzt die Funktion von Geld und Kapital.

Unterstützung für einen Traum
An den „hochzuverehrenden Herrn Geheimrat“ Friedrich Alfred Krupp richtet im Juni 1892 Ferdinand Graf von Zeppelin ein Schreiben, in dem er wortreich und selbstbewusst für seinen großen Traum vom lenkbaren Luftschiff wirbt. Natürlich wünscht er sich – neben patriotischer Unterstützung – Kapital, doch Krupp lehnt auf Anraten seiner Ingenieure ab. In diesem Jahr (am 8. März) jährte sich von Zeppelins Todestag zum hundertsten Mal.

„Der mochte mich nicht“
Vor einem halben Jahrhundert (19. April 1967) ist Konrad Adenauer gestorben. „Der mochte mich nicht“, erinnerte sich Berthold Beitz noch im hohen Alter an den ersten Kanzler der Bundesrepublik. Als Beitz für die Firma Krupp in den fünfziger Jahren versucht, den »Osthandel« über den Eisernen Vorhang hinweg voranzutreiben und damit auch eine gewisse politische Entspannung zu fördern, erntet dies Kritik von Adenauer. Doch Alfried Krupp stellt sich vor seinen Generalbevollmächtigten Beitz und schreibt dem Kanzler. Der antwortet kühl und streitet rundweg alles ab.

Kaiser und Künstler schrieben an Krupp
Post von Kaiser Wilhelm II., Korrespondenz mit dem Forschungsreisenden Alexander von Humboldt, Erhellendes vom Erfinder Thomas Alva Edison, Politisches, auch mit privater Note, von Politikern wie Gustav Stresemann und Willy Brandt, Briefe und Dankschreiben von Künstlern wie dem Maler Max Liebermann oder dem Dirigenten Herbert von Karajan sind in der Ausstellung zu sehen. Diese bisher unveröffentlichten Schätze aus dem Historischen Archiv Krupp ermöglichen einen ungewöhnlichen Blick in die Geschichte und das gesellschaftliches Leben der letzten beiden Jahrhunderte. Geöffnet ist die Präsentation der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung noch bis zum 8. Oktober 2017.

Die Ausstellung zeigt die Originale in einer Inszenierung, die sowohl das Lesen ermöglicht als auch die Geschichte hinter den Dokumenten erzählt.

Ein Begleitband mit Aufsätzen und 66 Briefen ist im Verlag Philipp von Zabern erschienen. 248 S. geb., 24,95 Euro, ISBN 978-3-8053-5071-6

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.villahuegel.de/de/ausstellungen/aktuell
Pressefotos zum Download
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Pressekontakt:
Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-16

Download: Pressemitteilung 27.06.2017