Essen. Sechs Monate lang zeigte die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung rund
400 fotografische Schätze aus zwei Jahrhunderten. Die facettenreiche Entdeckungsreise
in die Geschichte von Krupp und der Fotografie war ein großer Publikumserfolg. Mehr als
145.000 Menschen besuchten die Ausstellung (16.06.-11.12.2011) in der Villa Hügel,
dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Krupp in Essen. "Mit einem solchen Interesse
hatten wir nicht gerechnet", kommentiert Prof. Dr. Ralf Stremmel, Leiter des Historischen
Archivs Krupp und Kurator, das erfreuliche Ergebnis. "Besucherzahlen in dieser Höhe sind
für Fotografie-Ausstellungen höchst ungewöhnlich."
Fast 900 Gruppen aus ganz Deutschland ließen sich durch die 15 Ausstellungsräume
führen und mehr als 8.800 Besucher nutzten den Audio-Guide. Gut besucht waren auch
die vier Vortragsveranstaltungen des Rahmenprogramms. Sie beschäftigten sich mit der
Faszination von Familienporträts, mit der frühen fototechnischen Praxis, der Inszenierung
der Fabrik in der Fotografie und den Industrie-Erfahrungen des renommierten
Fotokünstlers Timm Rautert.
Mit der Fotografie-Ausstellung geht auch das Jubiläumsjahr "200 Jahre Krupp" zu Ende.
Friedrich Krupp (1787-1826) hatte am 20. November 1811 in Essen eine Gussstahlfabrik
gegründet, aus der sich schließlich ein Weltkonzern entwickelte.
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