Kategorie-Archiv: Pressemeldung

Erinnerung: Erste große Albers-Ausstellung seit 30 Jahren

Josef Albers. Interaction 16. Juni bis 8. Oktober 2018 in der Villa Hügel, Essen 

Essen/Bottrop. Mit Josef Albers. Interaction, 16.06. bis 8.10.2018, wird erstmals seit 30 Jahren wieder eine große Werkschau des in Bottrop geborenen Künstlers zu sehen sein. Gut 130 Arbeiten – der Hauptteil davon aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen und dem Josef Albers Museum – werden im einstigen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp gezeigt. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung – die 1968 ihre gemeinnützige Arbeit aufnahm – nimmt ihr 50-jähriges Bestehen zum Anlass, diese außergewöhnliche Ausstellung zu ermöglichen. Kurator ist Dr. Heinz Liesbrock, der Direktor des Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Sehen lernen

Die Wirkung der Farbe in den Werken von Josef Albers ist kraftvoll und unverwechselbar. Linie, Farbe, Fläche und Raum interagieren miteinander, fordern die Wahrnehmung des Betrachters heraus. Albers‘ Serie „Homage to the Square“, die mehr als 2.000 Bilder umfasst, wurde zum Markenzeichen des wegweisenden Künstlers, Lehrers, Kunsttheoretikers und Impulsgebers. In einer großangelegten Retrospektive führen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop Hauptwerke seines facettenreichen Schaffens in der Villa Hügel, Essen zusammen.

Josef Albers erforschte die Farbe in ihrer künstlerischen Dimension. Er wollte Farbe denken, suchte nach ihrem Gewicht, diskutierte mit seinen Student/innen über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er. Die Ausstellung beginnt mit Albers‘ Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwerpunkten seiner amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Erstmals werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen in ihrer Wechselwirkung gezeigt. Eine Gegenüberstellung von religiösen Bildwerken mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er Jahre, die sogenannte Minimal Art. 

Josef Albers

Josef Albers (1888-1976) – geboren und aufgewachsen im Ruhrgebiet – war zunächst Volksschul­lehrer, besuchte später die Kunstgewerbeschule Essen und kam über die Kunstakademie in München an das neugegründete Bauhaus, wo er zum Meister und stellvertretenden Direktor wurde. Lehre und künstlerisches Arbeiten waren für ihn untrennbar miteinander verknüpft. Als das Bauhaus unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen wurde, gingen Albers und seine Frau Anni Albers 1933, auf Einladung des heute legendären Black Mountain College, in die USA. Ab 1950 leitete er die Design Abteilung an der Yale University in New Haven. Er gilt als einfluss­reichster Kunstpädagoge seiner Zeit. Mit seiner Lehre hat er u.a. John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd und Merce Cunningham beeinflusst.

Bildinformation: Josef Albers, Homage to the Square, 1964, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst 

Weitere Informationen im Anhang, Pressebilder zum Download: www.villahuegel.de, https://www.bottrop.de/mq/presse/113010100000083687.php 

Pressekontakt im Auftrag der Kulturstiftung Ruhr
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 (0) 201 – 61 629 16, presse@villahuegel.de
Markus Mueller | BUREAU MUELLER, +49 (0) 30 – 20 188 432, MM@bureaumueller.com


HINTERGRUNDINFORMATION

Ort. Stiftungen. Aktivitäten.

Die über dem Ruhrtal in Essen gelegene Villa Hügel war von 1873 bis 1945 Wohnhaus der Familie Krupp und als wichtiger Repräsentationsort ein Teil ihres Unternehmens. Sie verfügt über 269 Räume und liegt in einem 28 ha großen Park. Seit 1953 finden in der Villa Hügel Wechselaus­stellungen, Konzerte und Veranstaltungen statt. Zudem beherbergt sie mit dem Historischen Archiv Krupp eines der umfangreichsten und ältesten Wirtschaftsarchive Deutschlands. Eine Dauerausstellung informiert über die Familien- und Firmengeschichte.

1984 gründete Berthold Beitz – bis zu seinem Tod 2013 Kuratoriumsvorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung – die Kulturstiftung Ruhr mit Sitz in der Villa Hügel. Ihr Auftrag: „dem kulturellen Leben im Ruhrgebiet neue Impulse zu geben“. Für ihre vielbeachteten, internationalen Ausstellungen wählt sie kunst- und kulturhistorische Themen.

Heute ist die im ehemaligen Gästehaus ansässige, gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Eigentümerin des gesamten Hügel-Areals. Im Jahr 1968 nahm sie ihre umfang­reiche und vielfältige Fördertätigkeit auf. Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ermöglicht sie 2018 die große Josef Albers-Retrospektive, kuratiert von Heinz Liesbrock. Das Ausstellungsprojekt ist eine Kooperation mit dem Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

ACHTUNG! EINGANG BALDENEYSEE BIS VORAUSSICHTLICH APRIL 2018 GESCHLOSSEN

Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Essen, 15. November 2017. – Seit knapp einem Monat ist die südliche Zufahrt zur Villa Hügel aus Richtung Baldeneysee/Freiherr-vom-Stein-Straße wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn an der S-Bahn-Linie 6 geschlossen. Nach neuesten Informationen der Bahn werden sich die Sanierungsarbeiten wegen ihres großen Umfangs voraussichtlich bis April 2018 hinziehen.

Während der gesamten Zeit muss der südliche Zugang zum Gelände der Villa Hügel aus Sicherheitsgründen für Autos, Busse, Radfahrer und auch Fußgänger geschlossen bleiben.

Die Villa Hügel und der Hügelpark sind jedoch über die nördliche Zufahrt Haraldstraße wie gewohnt zu erreichen.

Informationen über den Verlauf der Sanierungsarbeiten sind zu finden auf der Homepage der Deutschen Bahn, Düsseldorf (www.deutschebahn.com/presse/duesseldorf/de/aktuell).


Die Anfahrt ist derzeit wie folgt möglich:

Anfahrt mit dem PKW / Reisebus:
A 52 Abfahrt 27 „Essen-Haarzopf“ oder Abfahrt 28 „Essen-Rüttenscheid“, dann der Beschilderung „Villa Hügel“ folgen. Navigationsgerät: Haraldstraße, 45133 Essen

Anfahrt mit der Straßenbahn:
vom Essener Hbf Linien 107 oder 108 bis „Frankenstraße“, von dort Bus-Linie 194 bis Haltestelle
„Zur Villa Hügel“ (Fußweg ca. 1500m)

von Haltestelle S „Essen-Kettwig“ Schienenersatzverkehr bis Haltestelle „Stadtwaldplatz“, von dort Bus-Linie 194 bis Haltestelle „Zur Villa Hügel“ (Fußweg ca. 1500m)

 

ACHTUNG! EINGANG BALDENEYSEE GESCHLOSSEN!

Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Villa Hügel: Südliche Zufahrt am Baldeneysee/Freiherr-vom-Stein-Straße geschlossen

Essen, 23. Oktober 2017.- Die südliche Zufahrt zur Villa Hügel aus Richtung Baldeneysee/Freiherr-vom-Stein-Straße muss wegen Bauarbeiten an der S-Bahn-Linie 6 bis auf weiteres geschlossen bleiben. Die Sperrung gilt aus Sicherheitsgründen auch für Fußgänger und Radfahrer. Die Villa Hügel und der Park sind jedoch über die Zufahrt Haraldstraße wie gewohnt zu erreichen.

Laut Informationen der Deutschen Bahn haben Probebohrungen ergeben, dass Schäden an der Stützwand des Bahndamms in Höhe der S-Bahn-Haltestelle „Essen-Hügel“ auf einen Tagesbruch zurückzuführen sind. Ursache hierfür sind Bergbauflöze, die in einer Tiefe von etwa 30 Metern unter der Bahnstrecke verlaufen. Es ist derzeit nicht abzusehen, wie lange die Sanierungsarbeiten dauern werden.

Informationen über den Verlauf der Sanierungsarbeiten sind zu finden auf der Homepage der Deutschen Bahn, Düsseldorf (www.deutschebahn.com/presse/duesseldorf/de/aktuell).

Die Anfahrt ist derzeit wie folgt möglich:

Anfahrt mit dem PKW / Reisebus:
A 52 Abfahrt 27 „Essen-Haarzopf“ oder Abfahrt 28 „Essen-Rüttenscheid“, dann der Beschilderung „Villa Hügel“ folgen. Navigationsgerät: Haraldstraße, 45133 Essen

Anfahrt mit der Straßenbahn:
vom Essener Hbf Linien 107 oder 108 bis „Frankenstraße“, von dort Bus-Linie 194 bis Haltestelle
„Zur Villa Hügel“ (Fußweg ca. 1500m)

von Haltestelle S „Essen-Kettwig“ Schienenersatzverkehr bis Haltestelle „Stadtwaldplatz“, von dort Bus-Linie 194 bis Haltestelle „Zur Villa Hügel“ (Fußweg ca. 1500m)

 

 

„Humboldt dankt, Adenauer dementiert“ endet am 8. Oktober 2017

Pressemitteilung, 28. September 2017

Rund 67.000 Besucher sahen die Ausstellung in der Villa Hügel, Essen

Essen. Sie sind ein Schatz aus Worten, Pergament, Papier und Tinte – die 44 Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp. Unter dem Titel „Humboldt dankt, Adenauer dementiert. Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp“ sind sie noch gut eine Woche lang in der Villa Hügel, Essen, zu sehen. Die Dokumente aus zwei Jahrhunderten erzählen Geschichten, spiegeln das Zeitgeschehen und dokumentieren den Wandel der Kulturtechnik des Schreibens. Sie beschäftigen sich mit großen Projekten und kleinen Alltagsanliegen: Da gibt der Kaiser der jungen Krupp-Erbin Ratschläge, der Erfinder des Zeppelin hofft auf finanzielle Unterstützung, der Forschungsreisende Humboldt drückte sich äußerst höflich aus, Kanzler Adenauer formuliert knapp und unterkühlt. Man schrieb mit Feder oder Schreibmaschine, auf Deutsch, Englisch oder Chinesisch – die Korrespondenz mit dem Hause Krupp war international. Das Themenspektrum spannte sich von der Industrialisierung und sozialen Fragen über den Kalten Krieg, wissenschaftlichen Fortschritt, Entdeckungen, Erfindungen bis hin zur Funktion von Geld und Kapital.

Die Ausstellung zeigt die Originale in einer Inszenierung, die sowohl das Lesen ermöglicht als auch die Geschichte hinter den Dokumenten erzählt. Zu sehen ist die Präsentation der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung noch bis zum 8. Oktober 2017. Am Montag, 2. Oktober, ist das Haus geschlossen; am Samstag, 7. Oktober, nur bis 16.00 Uhr geöffnet, ansonsten jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Der Begleitband zur Ausstellung mit Aufsätzen und insgesamt 66 Briefen ist in der Villa Hügel und im Buchhandel erhältlich. Verlag Philipp von Zabern, 248 S. geb., 24,95 Euro, ISBN 978-3-8053-5071-6

Im kommenden Jahr zeigt die Villa Hügel mit Josef Albers. Interaction (16.06. bis 7.10.2018) wieder eine umfangreiche Kunstausstellung. Es ist die erste große Werkschau des in Bottrop geborenen Künstlers seit 30 Jahren.

Über eine Veröffentlichung würden wir uns freuen.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.villahuegel.de/de/ausstellungen/aktuell

Pressefotos zum Download unter: www.villahuegel.de/de/presse/pressebilder

Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-16

 

Waltraud Murauer-Ziebach

Pressearbeit Ausstellung „Humboldt dankt, Adenauer dementiert.
im Auftrag der
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen
+49 (0) 201 – 61 629  16
presse@villahuegel.de
www.villahuegel.de

 

Exhibition 2018: Josef Albers. Interaction


Press release of the Kulturstiftung Ruhr, 31. August 2017

Magic of Colour
Josef Albers. Interaction – 16. June to 8. October 2018
Exhibition in the Villa Hügel, Essen, Germany

Essen, Bottrop. Colour in the works of Josef Albers exerts a powerful and unique effect. Lines, colour, surface and space interact with one another to challenge the perception of the viewer. Albers’ series “Homage to the Square“, which consists of more than 2,000 works, became the trademark of this pioneering artist, teacher, art theorist and catalyst. Now the Kulturstiftung Ruhr (Ruhr Arts Trust) and the Josef Albers Museum Quadrat Bottrop are planning to stage a major retrospective in Essen, bringing his multifaceted work together in the Villa Hügel.

Josef Albers. Interaction (16. June to 8. October 2018) will be the first major exhibition for thirty years of work by the artist who was born in Bottrop. A good 130 works – the majority of which come from important American collections and the Josef Albers Museum – will be shown in the former residence of the industrialist Krupp. The Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Foundation that began its charitable work in 1968, will be celebrating its 50th anniversary with this remarkable exhibition. The curator is Dr. Heinz Liesbrock, the Director of the Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Learning to see
Josef Albers explored colour in its artistic dimension. He wanted to think colour, searched for its weight, discussed with his students its continually changing face and the loss of all certainty: “Only appearances are not deceptive”, he wrote. This influential Bauhaus teacher stands for an art which teaches people to see things afresh. The exhibition begins with Albers’ time at the Bauhaus in Weimar and Dessau. It describes the major themes in his years in America – his encounter with Mexico and the series Homage to the Square. The exhibits will include paintings, graphic prints, furniture, everyday articles, works in glass, photography and pre-Columbian sculptures. A comparison between Renaissance sculptures and icons with Albers’ paintings elucidates the spiritual dimension of his art. Light will also be thrown on Albers’ influence on American art in the 1960s, so-called Minimal Art.

Josef Albers
Josef Albers (1888-1976) – born and raised in the Ruhrgebiet – was initially a teacher before attending the School of Arts and Crafts in Essen. Via the Academy of Art in Munich he arrived at the newly founded Bauhaus, where he was a master teacher and deputy director. In his opinion, teaching and artistic work were indivisibly entwined. When the Bauhaus was closed as a result of pressure by the National Socialists, Albers and his wife Anni were invited by the legendary Black Mountain College to move to the USA in 1933. In 1950 he was appointed head of the design department at Yale University in New Haven. He is considered as the most influential art educationalist of his time. His teachings have influenced the likes of John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd and Merce Cunningham

Image information: Josef Albers, Homage to the Square, 1964, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst

 

BACKGROUND INFORMATION

Place. Foundations. Activities.

The Villa Hügel, situated above the Ruhr valley in Essen, was the home of the Krupp family from 1873 to 1945, and an important representative part of the company. It contains over 269 rooms and is situated in a large 28 ha. park. Temporary exhibitions, concerts and other events have been taking place in the Villa Hügel since 1953. In addition it houses the Historisches Archiv Krupp (Historical Archive Krupp), one of the most comprehensive and oldest business archives in Germany. A permanent exhibition informs visitors about the history of the family and the firm. In 1984 Berthold Beitz – he was the chairman of the board of trustees of the Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Foundation until his death in 2013 – set up the Kulturstiftung Ruhr (Ruhr Arts Trust) in the Villa Hügel: its mission was “to give new impulses to the cultural life in the Ruhrgebiet”. The Kulturstiftung Ruhr selects art and cultural historical themes for its highly regarded exhibitions.

Today the charitable Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Foundation is the owner of the complete Hügel site. In 1968 it began its huge programme of grants and promotional activities. The foundation will be celebrating its 50th anniversary with a major Josef Albers retrospective in 2018, curated by Heinz Liesbrock. The project is being undertaken in cooperation with the Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Press contact on behalf of the Kulturstiftung Ruhr
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 (0) 201 – 61 629 16, presse@villahuegel.de
Markus Mueller | BUREAU MUELLER, mm@bureaumueller.com +49 (0) 30 – 20 188 432

 

 

Ausstellung 2018: Josef Albers. Interaction


Eine Pressemeldung der Kulturstiftung Ruhr, 31. August 2017

DIE MAGIE DER FARBE
Ausstellung: Josef Albers. Interaction
16. Juni bis 7. Oktober 2018


Essen/Bottrop.
Die Wirkung der Farbe in den Werken von Josef Albers ist kraftvoll und unverwechselbar. Linie, Farbe, Fläche und Raum interagieren miteinander, fordern die Wahrnehmung des Betrachters heraus. Albers‘ Serie „Homage to the Square“, die mehr als 2.000 Bilder umfasst, wurde zum Markenzeichen des wegweisenden Künstlers, Lehrers, Kunsttheoretikers und Impulsgebers. In einer großangelegten Retrospektive wollen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop Hauptwerke seines facettenreichen Schaffens in der Villa Hügel, Essen zusammenführen.

Mit Josef Albers. Interaction, 16.06. bis 7.10.2018 wird erstmals seit 30 Jahren wieder eine große Werkschau des in Bottrop geborenen Künstlers zu sehen sein. Gut 130 Arbeiten – der Hauptteil davon aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen und dem Josef Albers Museum – werden im einstigen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp gezeigt. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung – die 1968 ihre gemeinnützige Arbeit aufnahm – nimmt ihr 50-jähriges Bestehen zum Anlass, diese außergewöhnliche Ausstellung zu ermöglichen. Kurator ist Dr. Heinz Liesbrock, der Direktor des Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Sehen lernen
Josef Albers erforschte die Farbe in ihrer künstlerischen Dimension. Er wollte Farbe denken, suchte nach ihrem Gewicht, diskutierte mit seinen Student/innen über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er. Albers steht für eine Kunst, die neu zu sehen lehrt. Die Ausstellung beginnt mit seiner Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwer­punkten der amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Gezeigt werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen. Eine Gegenüberstellung von Renaissance-Skulpturen und Ikonen mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er Jahre, die sogenannte Minimal Art.

Josef Albers
Josef Albers (1888-1976) – geboren und aufgewachsen im Ruhrgebiet – war zunächst Volksschul­lehrer, besuchte später die Kunstgewerbeschule Essen und kam über die Kunstakademie in München an das neugegründete Bauhaus, wo er zum Meister und stellvertretenden Direktor wurde. Lehre und künstlerisches Arbeiten waren für ihn untrennbar miteinander verknüpft. Als das Bauhaus unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen wurde, gingen Albers und seine Frau Anni Albers 1933, auf Einladung des legendären Black Mountain College, in die USA. Ab 1950 leitete er die Design Abteilung an der Yale University in New Haven. Er gilt als einfluss­reichster Kunstpädagoge seiner Zeit. Mit seiner Lehre hat er u. a. John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd und Merce Cunningham beeinflusst.

Bildinformation: Josef Albers, Homage to the Square, 1964, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst


H
INTERGRUNDINFORMATION

Ort. Stiftungen. Aktivitäten.
Die über dem Ruhrtal in Essen gelegene Villa Hügel war von 1873 bis 1945 Wohnhaus der Familie Krupp und als wichtiger Repräsentationsort ein Teil ihres Unternehmens. Sie verfügt über 269 Räume und liegt in einem 28 ha großen Park. Seit 1953 finden in der Villa Hügel Wechselaus­stellungen, Konzerte und Veranstaltungen statt. Zudem beherbergt sie mit dem Historischen Archiv Krupp eines der umfangreichsten und ältesten Wirtschaftsarchive Deutschlands. Eine Dauerausstellung informiert über die Familien- und Firmengeschichte.

1984 gründete Berthold Beitz – bis zu seinem Tod 2013 Kuratoriumsvorsitzender der – die Kulturstiftung Ruhr mit Sitz in der Villa Hügel. Ihr Auftrag: „dem kulturellen Leben im Ruhrgebiet neue Impulse zu geben“. Für ihre vielbeachteten, internationalen Ausstellungen wählt sie kunst- und kulturhistorische Themen.

Heute ist die im ehemaligen Gästehaus ansässige, gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Eigentümerin des gesamten Hügel-Areals. Im Jahr 1968 nahm sie ihre umfang­reiche und vielfältige Fördertätigkeit auf. Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ermöglicht sie 2018 die große Josef Albers-Retrospektive, kuratiert von Heinz Liesbrock. Das Ausstellungsprojekt ist eine Kooperation mit dem Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Pressekontakt im Auftrag der Kulturstiftung Ruhr
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 (0) 201 – 61 629 16, presse@villahuegel.de
Markus Mueller | BUREAU MUELLER, mm@bureaumueller.com +49 (0) 30 – 20 188 432

 

Ausstellung „Humboldt dankt, Adenauer dementiert“ ist ein Publikumserfolg

Eine Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Villa Hügel zählt mehr als 25.000 Besucher in den ersten drei Monaten

Essen, 27. Juni 2017. Die aktuelle Ausstellung in der Villa Hügel, Essen, Humboldt dankt, Adenauer dementiert. Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp, haben in den vergangenen drei Monaten bereits rund 25.000 Besucher/innen gesehen. Noch bis zum 8. Oktober 2017 geben 44 Dokumenten aus einem Zeitraum von fast 200 Jahren einen überraschenden Einblick in Politisches und Alltägliches und spiegeln den Wandel der Kulturtechnik des Schreibens wider. Wie auf Lesepulten präsentiert, laden die handgeschriebenen oder eigenhändig unterschriebenen Schriftstücke zu einer Zeitreise ein. Ihre Themen sind Industrialisierung und soziale Frage, Kalter Krieg und wissenschaftlicher Fortschritt, Entdeckungen, Erfindungen und nicht zuletzt die Funktion von Geld und Kapital.

Unterstützung für einen Traum
An den „hochzuverehrenden Herrn Geheimrat“ Friedrich Alfred Krupp richtet im Juni 1892 Ferdinand Graf von Zeppelin ein Schreiben, in dem er wortreich und selbstbewusst für seinen großen Traum vom lenkbaren Luftschiff wirbt. Natürlich wünscht er sich – neben patriotischer Unterstützung – Kapital, doch Krupp lehnt auf Anraten seiner Ingenieure ab. In diesem Jahr (am 8. März) jährte sich von Zeppelins Todestag zum hundertsten Mal.

„Der mochte mich nicht“
Vor einem halben Jahrhundert (19. April 1967) ist Konrad Adenauer gestorben. „Der mochte mich nicht“, erinnerte sich Berthold Beitz noch im hohen Alter an den ersten Kanzler der Bundesrepublik. Als Beitz für die Firma Krupp in den fünfziger Jahren versucht, den »Osthandel« über den Eisernen Vorhang hinweg voranzutreiben und damit auch eine gewisse politische Entspannung zu fördern, erntet dies Kritik von Adenauer. Doch Alfried Krupp stellt sich vor seinen Generalbevollmächtigten Beitz und schreibt dem Kanzler. Der antwortet kühl und streitet rundweg alles ab.

Kaiser und Künstler schrieben an Krupp
Post von Kaiser Wilhelm II., Korrespondenz mit dem Forschungsreisenden Alexander von Humboldt, Erhellendes vom Erfinder Thomas Alva Edison, Politisches, auch mit privater Note, von Politikern wie Gustav Stresemann und Willy Brandt, Briefe und Dankschreiben von Künstlern wie dem Maler Max Liebermann oder dem Dirigenten Herbert von Karajan sind in der Ausstellung zu sehen. Diese bisher unveröffentlichten Schätze aus dem Historischen Archiv Krupp ermöglichen einen ungewöhnlichen Blick in die Geschichte und das gesellschaftliches Leben der letzten beiden Jahrhunderte. Geöffnet ist die Präsentation der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung noch bis zum 8. Oktober 2017.

Die Ausstellung zeigt die Originale in einer Inszenierung, die sowohl das Lesen ermöglicht als auch die Geschichte hinter den Dokumenten erzählt.

Ein Begleitband mit Aufsätzen und 66 Briefen ist im Verlag Philipp von Zabern erschienen. 248 S. geb., 24,95 Euro, ISBN 978-3-8053-5071-6

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.villahuegel.de/de/ausstellungen/aktuell
Pressefotos zum Download
unter: www.villahuegel.de/de/presse/pressebilder
Pressekontakt:
Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-16

Download: Pressemitteilung 27.06.2017

Ausstellung „Humboldt dankt, Adenauer dementiert. Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp“

Eine Ausstellung in der Villa Hügel 25. März 2017 bis 8. Oktober 2017

Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Essen. Der Forschungsreisende Alexander von Humboldt und Kaiser Wilhelm II., der Erfinder Thomas Alva Edison und der Physiker Max Planck, die Politiker Gustav Stresemann und Willy Brandt, der Maler Max Liebermann und der Dirigent Herbert von Karajan – sie alle korrespondierten mit der Familie Krupp, Alfried Krupps Generalbevollmächtigtem Berthold Beitz oder dem Unternehmen. Die Ausstellung Humboldt dankt, Adenauer dementiert. Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp (25.3. – 8.10.2017) in der Villa Hügel, Essen, lädt ein zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Eine Auswahl von 44 Dokumenten aus einem Zeitraum von fast 200 Jahren gibt überraschende Einblicke in Politisches und Alltägliches. Die handgeschriebenen oder eigenhändig unterschriebenen Schriftstücke spiegeln das Zeitgeschehen und zeigen den Wandel der Kulturtechnik des Schreibens.

„Das Historische Archiv Krupp ist eine Schatzkammer, ein riesiges Gedächtnis mit fast zehn Regal-Kilometern und es bewahrt weit mehr als die Geschichte des Unternehmens“, erklärt Ursula Gather, die Vorsitzende des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. „Ich freue mich sehr, dass wir mit der Ausstellung erneut einen kleinen Teil dieses einzigartigen Wissens erfahrbar machen können. Humboldt dankt, Adenauer dementiert ist der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen und Förderaktivitäten, mit denen wir an die Gründung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und die Aufnahme ihrer Tätigkeit im Januar 1968 erinnern wollen.“

Die Kunst der Korrespondenz
Graf Zeppelin versuchte Friedrich Alfred Krupp für sein lenkbares Luftschiff zu begeistern und formuliert „ergebenst“ an „Euer Hochwohlgeboren“. „Gehen Sie jeden Tag in die Fabrik“, forderte Kaiser Wilhelm II. die junge Bertha Krupp auf. Eigenhändig, mit schwarzer Tinte und kräftigem Federstrich, schrieb er sechs Seiten an die Unternehmenserbin. Humorvoll dankte der Arzt und Humanist Albert Schweitzer für die Spende einer Glocke für sein Urwaldspital in Afrika. Über ein Filmprojekt im Sudan korrespondierte die Regisseurin Leni Riefenstahl mit Alfried Krupp von Bohlen und Halbach. Und Willy Brandt hob in seinem Brief die „unerschrockene Art“ von Berthold Beitz hervor. Seine Wertschätzung drückte der Bundeskanzler nicht nur dadurch aus, dass er betonte, wie wichtig es sei, „in guter Verbindung zu bleiben“, sondern auch, weil er den Brief ganz mit eigener Hand schrieb.

Zwischen den Zeilen
Die Mitglieder der Familie, das Unternehmen und Krupps Generalbevollmächtigter Berthold Beitz standen stets in regem Briefwechsel mit Politikern, Wissenschaftlern, Künstlern und Industriellen im In- und Ausland. Viele bedankten sich, manche baten um Vermittlung, suchten die Aufmerksamkeit ihrer Adressaten, berichteten von eigenen Projekten oder brachten sich und ihr Anliegen in Erinnerung. Mancher bekräftigte seine Absichten lieber schriftlich, „unterstrich“ die eigene Meinung mit energischem Federstrich, suchte nach Gedankenaustausch oder stand schlicht in Geschäftskontakt. Die ausgestellten Briefe verraten Nichtgesagtes zwischen den Zeilen und werfen ein Schlaglicht auf Charakter und Weltsicht ihrer Verfasser. Zugleich zeichnen sie ein Bild ihrer Adressaten und öffnen Fenster zur Vergangenheit.

Briefe atmen Zeitgeist
„Die Dokumente, die wir ausgewählt haben, atmen den Zeitgeist. Industrialisierung, soziale Frage, Kolonialismus, Kalter Krieg, wissenschaftlicher Fortschritt, Entdeckungen, Erfindungen, die gesellschaftliche Rolle der Frau, nicht zuletzt die Funktion von Geld und Kapital – all das wird angeschnitten“, erklärt Ralf Stremmel, der Leiter des Historischen Archivs Krupp. „Einiges, wie ein euphorischer Brief des Erfinders Rudolf Diesel an seine Ehefrau, kam auf überraschenden Wegen in das Krupp-Archiv. Auch darüber wird berichtet.“

Die Ausstellung zeigt die Originale in einer Inszenierung, die sowohl das Lesen ermöglicht als auch die Geschichte hinter den Dokumenten erzählt.

Es erscheint ein Begleitband mit Aufsätzen und 66 Briefen.

Humboldt dankt, Adenauer dementiert. Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp. Verlag Philipp von Zabern, 248 S. geb., 24,95 Euro, ISBN 978-3-8053-5071-6

Download:
Pressemitteilung vom 23. März 2017
Liste der Exponate