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Ausstellung 2018: Josef Albers. Interaction


Eine Pressemeldung der Kulturstiftung Ruhr, 31. August 2017

DIE MAGIE DER FARBE
Ausstellung: Josef Albers. Interaction
16. Juni bis 8. Oktober 2018


Essen/Bottrop.
Die Wirkung der Farbe in den Werken von Josef Albers ist kraftvoll und unverwechselbar. Linie, Farbe, Fläche und Raum interagieren miteinander, fordern die Wahrnehmung des Betrachters heraus. Albers‘ Serie „Homage to the Square“, die mehr als 2.000 Bilder umfasst, wurde zum Markenzeichen des wegweisenden Künstlers, Lehrers, Kunsttheoretikers und Impulsgebers. In einer großangelegten Retrospektive wollen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop Hauptwerke seines facettenreichen Schaffens in der Villa Hügel, Essen zusammenführen.

Mit Josef Albers. Interaction, 16.06. bis 8.10.2018 wird erstmals seit 30 Jahren wieder eine große Werkschau des in Bottrop geborenen Künstlers zu sehen sein. Gut 130 Arbeiten – der Hauptteil davon aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen und dem Josef Albers Museum – werden im einstigen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp gezeigt. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung – die 1968 ihre gemeinnützige Arbeit aufnahm – nimmt ihr 50-jähriges Bestehen zum Anlass, diese außergewöhnliche Ausstellung zu ermöglichen. Kurator ist Dr. Heinz Liesbrock, der Direktor des Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Sehen lernen
Josef Albers erforschte die Farbe in ihrer künstlerischen Dimension. Er wollte Farbe denken, suchte nach ihrem Gewicht, diskutierte mit seinen Student/innen über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er. Albers steht für eine Kunst, die neu zu sehen lehrt. Die Ausstellung beginnt mit seiner Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwer­punkten der amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Gezeigt werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen. Eine Gegenüberstellung von Renaissance-Skulpturen und Ikonen mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er Jahre, die sogenannte Minimal Art.

Josef Albers
Josef Albers (1888-1976) – geboren und aufgewachsen im Ruhrgebiet – war zunächst Volksschul­lehrer, besuchte später die Kunstgewerbeschule Essen und kam über die Kunstakademie in München an das neugegründete Bauhaus, wo er zum Meister und stellvertretenden Direktor wurde. Lehre und künstlerisches Arbeiten waren für ihn untrennbar miteinander verknüpft. Als das Bauhaus unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen wurde, gingen Albers und seine Frau Anni Albers 1933, auf Einladung des legendären Black Mountain College, in die USA. Ab 1950 leitete er die Design Abteilung an der Yale University in New Haven. Er gilt als einfluss­reichster Kunstpädagoge seiner Zeit. Mit seiner Lehre hat er u. a. John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd und Merce Cunningham beeinflusst.

Bildinformation: Josef Albers, Homage to the Square, 1964, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst


H
INTERGRUNDINFORMATION

Ort. Stiftungen. Aktivitäten.
Die über dem Ruhrtal in Essen gelegene Villa Hügel war von 1873 bis 1945 Wohnhaus der Familie Krupp und als wichtiger Repräsentationsort ein Teil ihres Unternehmens. Sie verfügt über 269 Räume und liegt in einem 28 ha großen Park. Seit 1953 finden in der Villa Hügel Wechselaus­stellungen, Konzerte und Veranstaltungen statt. Zudem beherbergt sie mit dem Historischen Archiv Krupp eines der umfangreichsten und ältesten Wirtschaftsarchive Deutschlands. Eine Dauerausstellung informiert über die Familien- und Firmengeschichte.

1984 gründete Berthold Beitz – bis zu seinem Tod 2013 Kuratoriumsvorsitzender der – die Kulturstiftung Ruhr mit Sitz in der Villa Hügel. Ihr Auftrag: „dem kulturellen Leben im Ruhrgebiet neue Impulse zu geben“. Für ihre vielbeachteten, internationalen Ausstellungen wählt sie kunst- und kulturhistorische Themen.

Heute ist die im ehemaligen Gästehaus ansässige, gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Eigentümerin des gesamten Hügel-Areals. Im Jahr 1968 nahm sie ihre umfang­reiche und vielfältige Fördertätigkeit auf. Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ermöglicht sie 2018 die große Josef Albers-Retrospektive, kuratiert von Heinz Liesbrock. Das Ausstellungsprojekt ist eine Kooperation mit dem Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Pressekontakt im Auftrag der Kulturstiftung Ruhr
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 (0) 201 – 61 629 16, presse@villahuegel.de
Markus Mueller | BUREAU MUELLER, mm@bureaumueller.com +49 (0) 30 – 20 188 432

 

Humboldt dankt, Adenauer dementiert. Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp

Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp

25. März bis 8. Oktober 2017

Erstmals zeigt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung bedeutende Schriftstücke aus dem reichen Bestand des Historischen Archivs Krupp in einer Ausstellung. Diese gehört zu einer Reihe von Veranstaltungen und Förderaktivitäten, mit denen die Stiftung an ihre Gründung durch Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (13. August 1907 – 30. Juli 1967) und an den Beginn ihrer Tätigkeit im Jahr 1968 erinnert.

Die 44 Dokumente – handgeschrieben oder eigenhändig unterschrieben – stammen von Politikern, Wissenschaftlern, Künstlern und Industriellen. Zu ihnen gehören u. a. Otto von Bismarck, Max Liebermann, Thomas Alva Edison, Andrew Carnegie, Max Planck, Albert Schweitzer, Willy Brandt und die letzte Fürstäbtissin von Essen, Maria Kunigunde von Sachsen. Die Schriftstücke zeigen die Bandbreite der Kontakte, die die Familie Krupp, Alfried Krupps Generalbevollmächtigter Berthold Beitz und das Unternehmen in alle Welt unterhielten. Sie werfen ein Schlaglicht auf die Zeit vom frühen 19. bis zum späten 20. Jahrhundert.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband mit 66 Autographen und einführenden Aufsätzen im Philipp von Zabern-Verlag.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertags von 10 bis 18 Uhr
Änderungen entnehmen Sie bitte den Besucherdienstseiten

Weiterführende Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Der Flyer zur Ausstellung steht Ihnen zum Download zur Verfügung.

 

 

 

 

Öffentliche Führungen im März / April 2017

An den folgenden Tagen finden in der Villa Hügel öffentliche Führungen statt:

März
So, 19. März 2017 – 11.00, 12.30 und 14.00 Uhr
So, 26. März 2017 – 11.00, 12.30 und 14.00 Uhr

April
So, 02. April 2017 – 11.00, 12.30 und 14.00 Uhr
So, 09. April 2017 – 11.00, 12.30 und 14.00 Uhr
So, 16. April 2017 – 11.00, 12.30 und 14.00 Uhr
Mo, 17. April 2017 – 11.00, 12.30 und 14.00 Uhr
So, 23. April 2017 – 11.00, 12.30 und 14.00 Uhr

Der Kartenverkauf beginnt jeweils eine Stunde vor Führungsbeginn. Eine Anmeldung bzw. Reservierung ist nicht möglich.

Private Gruppenführungen können weiterhin während der allgemeinen Öffnungszeiten durchgeführt werden.

Sanierungsmaßnahmen in der Villa Hügel

Aufgrund notwendiger Erhaltungsmaßnahmen kommt es in der Villa Hügel leider derzeit zu optischen Beeinträchtigungen und zeitweise zu Geräuschbelästigungen.
Wir bitten dies zu entschuldigen! Diese Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich bis Frühjahr 2017 dauern.

Die Öffnungszeiten für die Villa Hügel und den Park bleiben während der gesamten Zeit bis auf Ausnahmen, die Sie dem Kalender entnehmen können, unverändert: Die Villa steht Besuchern von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr offen, der Park an allen Tagen der Woche von 8 bis 20 Uhr.