Archiv für den Monat: Oktober 2011

100.000ste Besucherin bei Fotoausstellung in der Villa Hügel Essen

Zwischenbilanz auf Villa Hügel:
Bereits 75.000 Besucher sahen die Bilder von Krupp
Essen.Das Interesse an den fotografischen „Zeitzeugen“ aus dem Schatz des Historischen Archivs Krupp ist groß. Rund 75.000 Besucher sahen seit der Eröffnung am 18. Juni die Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ in der Villa Hügel Essen.

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts nutzte Firmenchef Alfred Krupp das junge Medium, um sich auf dem Markt zu präsentieren und die Entwicklung seines Unternehmens festzuhalten. Mit großem Aufwand ließ er die heute legendären Produkte in Szene setzen, gab als einer der ersten Panoramabilder von enormer Größe in Auftrag und zeigte sich selbst mit gekrönten Häuptern. Gleichzeitig ließ sich die Unternehmer-Familie vielfach und wirkungsvoll von den Fotoprofis der jeweiligen Zeit ablichten. Aber auch privat begeisterten sich die Krupps schon früh für das Fotografieren und hielten per Schnappschuss fest, wie die Familie ihre Freizeit verbrachte oder was sie auf Reisen unternahm.

Die Ausstellung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung schlägt in 18 aufwändig inszenierten Themenbereichen einen Bogen von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen Fotokunst. In der Essener Villa Hügel, dem ehemaligen Wohnhaus der Familie, sind fast 400 Bilder und Objekte zu sehen. Diese Entdeckungsreise in die Geschichte der Fotografie wird noch bis zum 11. Dezember gezeigt.

Öffnungszeiten: 18. Juni – 11. Dezember 2011, Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr
Informationen: Tel. 0201-616290, www.villahuegel.de
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

11.10.2011

3. Veranstaltung des Begleitprogrammes: Die Inszenierung von Industrie

Die Inszenierung von Industrie – Frühe Werksfotografie bei Krupp
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Dienstag, dem 4. Oktober 2011 geht es in der Villa Hügel Essen um die Inszenierungskunst der frühen Fotografen.

Alfred Krupp war einer der ersten, die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts den vielfältigen Nutzen des neuen Mediums erkannten. Schon in den 1860er-Jahren bestellte er hunderte Arbeiter an einem Sonntag in seine Gussstahlfabrik zum Fototermin. Der dauerte Stunden. Die Kameras waren zentnerschwer, die Belichtungszeiten minutenlang und niemand durfte sich bewegen. Industriefotografie war ausgeklügelte Inszenierung.

Seit der Frühzeit des Mediums prägen Bilder mit Symbolcharakter das Image der Firma. Nahtlose Radreifen für die Eisenbahnen des 19. Jahrhundert beispielsweise – sie wurden zum Markenzeichen des aufstrebenden Stahlunternehmens und zum Firmenlogo des Krupp-Konzerns. Mit großem Aufwand wurden dessen legendäre Produkte in Szene gesetzt. Weltweit einzigartig sind die Panoramabilder der gewaltigen Produktionsstätten.

Alfred Krupp setzte die neue Technik konsequent und in allen Bereichen des Unternehmens ein. Er beschäftigte Werksfotografen und gründete bereits 1861 seine „Photographische Anstalt“. Fotografie wurde zu einem wichtigen Instrument der Dokumentation, der Öffentlichkeitsarbeit und der wissenschaftlichen Forschung.

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ wird Dr. habil. Barbara Wolbring, vom Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Frankfurter Goethe-Universität, über die Bedeutung der Inszenierung in der frühen Werksfotografie sprechen. Die prominente Historikerin rückt dabei die Pionierleistungen des Unternehmens Krupp in einen internationalen Zusammenhang.

4. Oktober 2011, 19 Uhr, Großes Haus der Villa Hügel Essen
Begleitprogramm zur Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“

Die Inszenierung von Industrie – Frühe Werksfotografie bei KruppReferentin: Dr. Barbara Wolbring, Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Frankfurter Goethe-Universität.
Der Eintritt ist frei.
Pressekontakt: Waltraud Murauer-Ziebach, presse@villahuegel.de, 0201-61629-19 

11.10.2011